Aktivitäten

Hier finden Sie den derzeitigen Stand der Aktivitäten Contergangeschädigter in Österreich:


Aktivitäten, Stand 10. 1. 2010 (PDF)

Der lange Weg zu unserem Recht, 2007 bis 2010 (PowerPoint-Präsentation)




Kardinal Schönborn steht Contergan-Opfern zur Seite

Sprecherin der österreichischen Selbsthilfegruppe der Contergan-Geschädigten: Vorliegendes staatliches Angebot einer Einmalzahlung als Entschädigung ist nicht ausreichend.

 
© Rupprecht@kathbild.at
 
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Wien, 11.02.2010 (KAP). Im Ringen um soziale, rechtliche und finanzielle Anerkennung und Besserstellung können die durch das Medikament Contergan in Österreich Geschädigten auf die Unterstützung der Kirche bauen. Kardinal Christoph Schönborn zeigte sich nach einem Empfang einer Delegation der österreichischen Selbsthilfegruppe der Contergan-Geschädigten am Donnerstag im Wiener Erzbischöflichen Palais gegenüber "Kathpress" erschüttert über das geringe Ausmaß an Hilfe, dass diesen Menschen von Seiten der öffentlichen Hand bisher geleistet wurde: "Es ist unbedingt angemessen, dass diesen Menschen, die unverschuldet zu lebenslangen Schäden gekommen sind, umgehend geholfen wird", so der Wiener Erzbischof.

Anfang der 1960er Jahre kam es speziell in Deutschland zu einem Skandal, als die Nebenwirkungen des Beruhigungsmittels Contergan in Form von schweren Missbildungen an den Extremitäten und inneren Organen bei Säuglingen bekannt wurden. Während es in Deutschland und in anderen europäischen Ländern Entschädigungen in Form von Einmalzahlungen und monatlichen Renten gibt, hat sich der österreichische Staat bisher gegen finanzielle Forderungen gesperrt und auf die bestehenden staatlichen Sozialleistungen verwiesen. Derzeit gibt es in Österreich 40 bekannte Fälle von Contergan-Schädigungen.

Mittlerweile hat man laut der Sprecherin der vor zwei Jahren gegründeten Selbsthilfegruppe, Shoshana Duizend-Jensen, von Seiten des Gesundheitsministeriums eine Einmalzahlung von rund 2,8 Millionen Euro zugesagt. Dieses Angebot sei jedoch "bei weitem nicht ausreichend", so Duizend-Jensen, da es weder die durch Pflege und Betreuung hohen Lebenshaltungskosten von rund 3.000 Euro pro Monat dauerhaft decke noch eine Entschädigung für die vergangenen fünfzig Jahre darstelle. "Wir erwarten uns eine angemessene Entschädigung in Form einer Einmalzahlung und einer monatlichen Rente, wie dies auch in vielen anderen europäischen Ländern üblich ist", so Duizend-Jensen.

Der ebenfalls zu der Unterredung mit Kardinal Schönborn geladene Präsident des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes Wien, Niederösterreich und Burgenland, Michael Svoboda, lud die Selbsthilfegruppe der Contergan-Geschädigten ein, die Kräfte zu bündeln. Konkret schlug er vor, sich gemeinsam für eine Änderung des Impfschadensrechts stark zu machen, das die sozialen Leistungen für die Opfer von medikamentösen Schäden regelt.

O-Töne von Kardinal Schönborn und Shoshana Duizend-Jensen können
unter www.katholisch.at/o-toene abgerufen werden.


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