Fakten

Unsere Fakten-Seite ist ein Konglomerat aus Wissenswertem über das Medikament Contergan - Softenon und seine katastrophalen Auswirkungen, Gesetzestexten, Historischem Material und politischen Initiativen unserer Selbsthilfegruppe:




Chronologie:

1957 bringt die deutsche Firma Grünenthal Contergan als harmloses Beruhigungs- und Schlafmittel auf den Markt. In Österreich wird das thalidomidhältige Medikament ab 1958 als "Softenon" zugelassen. Es wird gerne von Schwangeren verwendet, weil es die Übelkeit lindert. Anders als in Deutschland ist es rezeptpflichtig.

1961, als sich die Fehlbildungen bei Neugeborenen häufen, nimmt Grünenthal Contergan vom Markt. Die Zahl der Opfer wird weltweit auf bis zu 12.000 Personen geschätzt.

1968 beginnt der Gerichtsprozess, der 1970 eingestellt wird. Es wird eine Stiftung eingerichtet, die an die Opfer zahlt. Derzeit beziehen ca. 2.800 Menschen weltweit diese Rente. Sie beträgt zwischen 300 und 1.090 Euro pro Monat.




Zeittafel Schädigungen:

 
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© Catia Monser: „CONTERGAN/THALIDOMID: Ein Unglück kommt selten allein” (1993, Eggcup-Verlag)




Dokumente als PDF:


Zweites Gesetz zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes (Deutschland)
Zusammenstellung der verschiedenen Entschädigungsformen für Thalidomidopfer in Europa
Entschliessungsantrag der Grünen
Entschliessungsantrag der Abgeordneten Ing. Hofer, Dr. Belakowitsch-Jenewein und weiterer Abgeordneter

Softenon (Thalidomid) in Österreich: Exzerpt Österreichisches Staatsarchiv


Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 42 / 18. 10. 1958:
Original (gescannt)
Text (deutsch)
Text (englisch)